Kleine Gemeinde-Geschichte

Die 70er

Die sichtbaren Anfänge der Gemeinde Mechernich reichen zurück bis ans Ende der 70er Jahre. In dieser Zeit kamen aus beruflichen Gründen einige Christen nach Mechernich. Als Mitglieder der Evangelischen Landeskirche versuchten sie, sich hier auf vielfache Weise mit ihren Gaben und Fähigkeiten einzubringen. Gleichzeitig entstanden Kontakte zwischen einigen, die in einer lebendigen, persönlichen Beziehung zu Jesus Christus lebten. Ein Hauskreis bildete sich, in dem gemeinsam die Bibel gelesen, gebetet und gesungen wurde, eine Gemeinschaft, die allmählich wuchs.

1979

… entstand als private Initiative eine Jungschargruppe und – fast gleichzeitig – ein Jugendbibelkreis, genannt „JuBi“. Unter dem Dach der evangelischen Kirche trafen sich Jugendliche verschiedener Konfessionen, um offen über Glaubensthemen zu reden. Weil der „JuBi“ schnell wuchs und die Baracken, die damals noch am Nyonsplatz standen, abgerissen wurden, zog der „JuBi“ in einen Kellerraum des Gymnasiums. Die von den Jugendlichen selbst gestalteten Themenabende standen im Zentrum, aber der „JuBi“ organisierte auch Freizeiten, Jugendtreffen und Aktionen aller Art. Highlight dieser Zeit waren sicher auch die„Karnevalternativ“ Freizeiten bei Wiegands in Kommern-Süd mit Pfarrer Dagobert Wagner. Viele bekamen hier entscheidende Anstöße zum lebendigen Glauben.

1980

… kam es zu Spannungen zwischen der evangelischen Kirchengemeindeleitung und diesem offenen Hauskreis und Jugendbibelkreis, die sich leider immer mehr zuspitzten und darin endeten, dass die ev. Kirche schließlich ihre Verantwortung öffentlich für diese Kreise ablehnte. Auch Schlichtungsbemühungen der oberen Kirchenleitung blieben erfolglos. Die späteren Gründungsmitglieder der Freien evangelischen Gemeinde fühlten sich damit aus der Landeskirche hinausgedrängt. Gleichwohl wuchs die Arbeit selbständig weiter, es kamen Freunde und Bekannte zu den Kreisen und nicht wenige fanden zum Glauben. Dabei wurden wir unterstützt von Pastoren, Predigern und Missionaren unterschiedlichster Herkunft und Prägung.

1988

Schon seit einiger Zeit treffen sich Hauskreis und Jugendliche des Jugendbibelkreis gemeinsam sonntagabends zu „Gottesdiensten“ (die freilich noch nicht so genannt werden). Die Frage „Was soll aus diesem Hauskreis werden?“ wird jetzt immer lauter. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit dem biblischen Verständnis von Kirche / Gemeinde. Es entstehen Kontakte zu anderen Gemeinden und Gemeindegründungsbewegungen. Da manche schon regelmäßig in die FeG nach Bonn gehen, bitten wir diese Gemeinde schließlich offiziell um Hilfe bei unserer Gemeindegründung. Die FeG Bonn ist – so wie die Feg Mechernich heute auch – Mitglied im Bund der FeG Deutschland mit Sitz in Witten.

1989

Die offizielle Gründungsversammlung der FeG Mechernich findet am 14. März 1989 statt. Hiefür fahren die 14 Gründungsmitglieder extra zur FeG Bonn, die uns als „Tochtergemeinde“ bei der Etablierung hilft. Zusätzlich gibt es einen Freundeskreis, der noch mal etwa 15 Leute umfasst.

1990

Im November 1990 entsendet der Bund der FeG im Rahmen der Inlandmission das Pastorenehepaar Bernard und Ulrike Millard nach Mechernich. Zwei Monate später, am  6. Januar 1991 beginnt die Gemeinde mit öffentlichen Gottesdiensten in der Kapelle des Kreiskrankenhauses. Zur selben Zeit wird der Sonntagabendhauskreis auf zwei Gruppen innerhalb der Woche umgestellt. Nach und nach beginnt eine Kindergottesdienstarbeit, auch die Jugend formiert sich neu.

Doch allmählich wird klar, dass wir nicht für ewig in der Krankenhauskapelle bleiben können. Bemühungen, etwas zu mieten oder zu kaufen, was als Gemeindehaus genutzt werden könnte, bleiben erfolglos. Dann bekommt die Gemeinde das Grundstück in der Nesselrodestr. 2-4. Wir prüfen die eigenen finanziellen Möglichkeiten. Trotz hoher Eigenbeteiligung brauchen wir einen Kredit von der Bank der FeGs, der SKB Witten. Schließlich beginnen die Planungen und der Bau des Gemeindezentrums. All dies nimmt viel Energie in den Jahren 1992 und 1993 in Anspruch. Aber durch das viele gemeinsame Arbeiten wachsen wir auch zusammen!

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